Das Gold der Mühle

DAS GOLD DER MÜHLE

Martha Sophie Marcus

Brida ist eine junge Witwe, die einen Abenteurer liebt. Doch wird er seine Freiheit für ein Leben an ihrer Seite aufgeben?1372, im Lüneburger Land, wo ein brutaler Erbfolgekrieg tobt: Die erst 36-jährige Witwe Brida findet den verletzten jungen Ritter Ulrich am Wegesrand. Kurzentschlossen nimmt sie Ulrich bei sich auf und pflegt ihn gesund. Als der junge Mann wieder aufbricht, schließt sich ihm Bridas 16-jährige Tochter Ann Durt heimlich an. Sobald Brida ihr Verschwinden bemerkt, folgt sie der Spur der jungen Leuten durch die Wirren des Krieges, aber Ulrich und Ann Durt bleiben ihr immer einen Schritt voraus – bis Brida den faszinierenden Abenteurer Brose trifft und in einen Gewissenskonflikt gerät.

Goldman, TB, Januar 2014

480 Seiten

Martha Sophie Marcus über ihren Roman:

Mitte des 14. Jahrhunderts herrscht der welfische Herzog Magnus Torquatus im Lüneburger Land. Er besetzt diese Position nicht nur gegen den Willen seines sächsischen Konkurrenten Albrecht aus dem Haus der Askanier und gegen den von Kaiser Karl IV. Auch sein eigener Vater will ihn nicht als Erben, sondern droht ihm mit dem Henkersseil.

Magnus‘ Stolz, Mut und Skrupellosigkeit stürzen das Land und die Stadt Lüneburg in jahrzehntelange kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Häusern der Welfen und Askanier.

1371 lenkt Magnus seine Wut gegen die Stadt Lüneburg, besetzt die dortige Kalkbergburg und richtet deren Waffen gegen die Einwohner. Die Lüneburger setzen sich mit einem listigen Gegenstreich zur Wehr und besiegen Magnus‘ Gefolgschaft in der legendären St. Ursulanacht. Doch dieser Triumph der Bürger über die Ritter leitet eine Zeit noch erbitterterer Streitigkeiten ein, unter denen das ganze Land Braunschweig-Lüneburg (etwa das heutige Niedersachsen) jahrelang leidet.

Meine Romanheldin Brida, die seit dem Tod ihres Mannes mit ihren fünf Kindern in der Mühle ihres Bruders lebt, hat die Umgebung ihres Heimatdorfes noch nie verlassen. Sie braucht all ihren Mut, um sich auf ihre gefährliche Reise zu machen, doch die Liebe zu ihrer Tochter treibt sie voran. Ihre Tochter muss sich unterdessen Gefahren stellen, mit denen trotz aller Sorge keine von ihnen gerechnet hätte. Ich finde es besonders schön, dass ich in diesem Roman einmal einer „gestandenen“ Frau und Mutter die Hauptrolle geben konnte. Auch wenn das Schicksal ihrer jugendlichen Kinder in der Geschichte viel Raum einnimmt.

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