Das Schwert des Normannen

DAS SCHWERT DES NORMANNEN

Ulf Schiewe

Die Normandie im 11. Jahrhundert: Der berüchtigte Robert Guiscard von Hauteville, genannt das Schlitzohr, ist auf der Flucht nach Süditalien, wo seine Brüder sich als Kriegsherren einen Namen gemacht haben. Unter Roberts Gefährten befindet sich der 17-jährige Gilbert, dessen Herkunft im Dunkeln liegt und der bei den Hautevilles als Schweinehirt aufgewachsen ist. Seine Treue und Waghalsigkeit lassen ihn schnell zu Roberts engstem Vertrauten werden. Sie beginnen als Raubritter, für die nichts als Gold zählt, und sind doch dabei, ein Reich zu schaffen, das in ­Europa seinesgleichen suchen wird.

 

Knaur Taschenbuch, Oktober 2013

400 Seiten

Wie Männer aus einem kleinen Dorf in der Normandie sich zu Herren über ganz Süditalien erheben 

Eine Handvoll Söldner unter Führung von Robert Guiscard de Hauteville bricht auf. Sie sind auf der Flucht und ihr Ziel ist Süditalien. Im Mezzogiorno wollen sie ihr Glück machen.
Unter ihnen der junge Gilbert, aus dessen Sicht erzählt wird, Gerlaine, ein selbstbewusstes Mädchen mit seherischen Fähigkeiten, sein unbekümmerter Freund Thore, der gern den Frauen nachstellt, der gewaltige Rollo, der ständig sein Geld verspielt und andere eigenwillige Charakteren.
Sie nehmen es nicht so genau, wen sie überfallen und wessen Gold sie stehlen. Ihr waghalsiger Anführer, Robert Guiscard, ist ein blonder Hüne, der seinen Männern alles abverlangt, aber auch alles mit ihnen teilt.

 

Der atemberaubende Aufstieg der Normannen unter Robert Guiscard
Im 11. Jahrhundert ist Süditalien eine reiche Region, politisch aber zerrissen. Die lombardischen Fürstentümer liegen in einem erbitterten Ringen um die Vorherrschaft. Und sie rufen für ihre Kriege normannische Söldner ins Land. Doch die machen sich bald selbständig.

Wegen ihrer Übergriffe werden sie von allen Seiten bekämpft. Dennoch steigen Robert und seine Brüder von Raubrittern zu Grafen von Apulien auf. Sie rauben den lombardischen Prinzen Land, trotzen dem mächtigen Byzanz und stellen sich dem Papst in einer Entscheidungsschlacht.

 

„Das Schwert des Normannen“ handelt von Kriegern und ihren Frauen, von Fürsten und Prinzessinnen, von Liebe und Eifersucht, Mord und Intrigen, aber vor allem von der spannenden Entstehung des Normannenreichs in Unteritalien und Sizilien.

 

Ulf Schiewe über sein Buch:

„Es ist ein bisschen eine von-Lumpen-zu-Reichtum-Story. Alte Chroniken zeichnen Robert Guiscard als faszinierende Persönlichkeit, sehr beredt, außergewöhnlich charmant, großzügig mit seinen Getreuen, gutaussehend und ein geborener Anführer. Aber er war auch oft hart, hinterlistig und rücksichtslos. Es gab Kriege, Verrat, Intrigen, Plünderungen, haarsträubende Überfälle, Schutzgelderpressung, Leichtsinn, größenwahnsinnige Ideen, aber auch eine starke Vision, eine langlebige Staatsgründung und normannische Ordnung für ein zerrissenes Land.
Mich hat diese Epoche unglaublich fasziniert und ich versuche, ihr gerecht zu werden. Da diese Normannen zum größten Teil einfache Männer waren, aus ihren kleinen Dörfern im Norden Frankreichs, schreibe ich ebenfalls aus der Sicht eines ungebildeten, aber nicht dummen jungen Mannes, der alles miterlebt, Gutes wie Böses, und im Dienst seines Herrn langsam mächtiger wird, dafür aber auch den Preis seiner Unschuld zahlen muss.“

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