Willkommen bei HOMER - Historische Literatur

Einladung nach Lamspringe im Landkreis Hildesheim!

Wir hoffen diese Veranstaltung kann stattfinden!!!

Dieses Jahr findet die Gala und die Preisverleihung des HOMER-Literaturpreises im Rahmen des Lamspringer September statt.

Termin: 26.09.2020 ab 20:00 Uhr im historischen Kloster Lamspringe.

Der Preis ehrt alljährlich die 3 besten historischen Romane des Vorjahres. Aus 84 Buchvorschlägen der Verlage sind 11 Titel auf die Shortlist der Jury gekommen. Jeder Gewinner bekommt eine Kurzvorstellung zum Inhalt, Erzählstil und Umsetzung des Themas. Im Anschluss werden den Siegern die Preise persönlich überreicht. Ein Gitarrenduo wird den Abend mit passender Musik begleiten.

Wir erwarten diese nominierten Autoren im großen Abtsaal: René Anour, Gitta Edelmann, Regine Kölpin, Sophia Langner, Ruben Laurin, Mac P. Lorne, Rebecca Michéle, Brigitte Pasini, Oliver Pötzsch, Martina Sahler, Ulf Schiewe und Silvia Stolzenburg.

Das Kloster wurde im Jahr 872 erstmals erwähnt. Es wurde 1803 im Rahmen der Säkularisation durch den Preußischen Staat aufgelöst. Ein Besuch lohnt sich schon alleine wegen der großen Parkanlage und der Kirche aus dem 17. Jahrhundert.

Ebenfalls lohnt sich eine frühere Anreise, denn dieser Tag soll ein besonderer Tag für alle Leserinnen und Leser werden. Bereits am Morgen startet der große Lesemarathon mit vielen HOMER-Vereinsmitgliedern.

Termin: 26.09.2020 ab 10:00 Uhr im historischen Kloster Lamspringe.

Aus ihren aktuellen Romanen lesen werden Christina Auerswald, Claudia und Nadja Beinert, Priska Lo Cascio, Christiane Gref, Uwe Grießmann, Peter Hereld, Regine Kölpin, Christoph Lode (Daniel Wolf), Iny Klocke und Elmar Wohlrath (Iny Lorentz), Petra Mattfeldt (Caren Benedikt), Cornelia Naumann, Maria Rhein, Sabine Weiss, Barbara Schlüter und Meike Schwagmann.


img_5„Literatur ist, was gelesen wird“

Was ist ein historischer Roman? Wie erzeugt man Spannung? Was ist wichtiger, die Handlung oder die Darstellung der Charaktere? Muss Kunst das Leben nachahmen oder das Leben die Kunst? Oder ahmen sich beide gegenseitig nach? Was ist Literatur? Gibt es „bessere“ und „schlechtere“ Literatur? Ist Unterhaltung gleichbedeutend mit Trivialität? Warum ist das Wort für Historie das gleiche wie das für Erzählung?

Diese und viele andere Fragen beschäftigen uns bei HOMER.

Wir verstehen uns als eine Vereinigung von Autoren aller historischen Genres und Subgenres. Bei uns soll sich jeder wohlfühlen, der sich dem Erzählen von Geschichte und Geschichten verschrieben hat. Der antike Dichter Homer verkörpert die gesamte Bandbreite dessen, was historische Erzählungen zu dem Stoff macht, der Leser begeistert. Er gilt als einer der größten Fabulierer, der die ganze Bandbreite menschlicher Tragödie, menschlichen Irrens, aber auch spannungsgeladene Handlung, Abenteuer, Mord, Neid, Gier und Missgunst, sowie Liebe und Leidenschaft in seinen Epen vereint.

Wir wollen die alte Debatte über Trivialliteratur und „ernsthafte“ Literatur, über „autonome“ und „heteronome“ Literatur – darüber, was von beidem „besser“ oder „wertvoller“ ist – beenden. Denn diese Begriffe sind genauso relativ und dem Wandel von Zeit und Normen unterworfen, wie der Literaturbegriff selbst.

Sind Shakespeares Dramen „literarisch“? Seine Zeitgenossen hätten diese Frage ganz sicher mit einem „nein“ beantwortet. Denn diesen galt er als „hack“, als Schmierfink und Schundliterat, den Romantikern hingegen als Genie. Und auch heute würden die meisten seine Texte wohl als „literarisch“ bezeichnen. Zu seinen Lebzeiten musste sich die Königin allerdings für einen Theaterbesuch schämen. Was nun also?

Gerade heute, wo neue Medien wie das ebook alte Formen wie den Episodenroman (der im 19. Jahrhundert unter anderem mit Dickens und Conan Doyle aufkam) wieder zum Leben erwecken, ist es höchste Zeit, engstirnige Beschränkungen niederzureißen und nicht (schon wieder oder immer noch) darüber zu streiten, ob Realismus oder Romantik wichtiger ist. Denn darüber haben sich bereits Henry James und Robert Louis Stevenson in den Haaren gelegen – und beide sind großartig!

Robert Louis Stevenson, einer der ganz großen Vertreter unseres Genres, hat einen Ausspruch getan, der uns bei HOMER aus der Seele spricht: „Fiction is to grown men what play is to the child.“